Aus den Einreichungen des 14. Fotomarathon Berlin haben folgende Jurymitglieder die zehn besten Serien ausgewählt – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, dass sie sich die Zeit dafür genommen haben.


Gerhard Metzschker

gerhard_bwSein Leben in und mit der Fotografie begann als Hochschulstudent in Dresden in den späten 50ern. Als Gründer des Fotoklub für Diafotografie, später Colorclub Berlin genannt, ist Gerhard Metzschker seit Jahrzehnten mit vielfältigsten nationalen und internationalen Fotowettbewerben insbesondere auch als Juror beschäftigt. Seit 1990 konzentriert er sich auf die Gestaltung von Aufsichtsbildern mit Orientierung auf thematische Projekte wie z.B. „Moments of Jazz“. Als Jazzfotograf ist er zum Riverboat-Jazzfestival in Dänemark und bei anderen Veranstaltern akkreditiert. Im jetzigen Colorclub Berlin-Treptow, den er noch immer leitet, werden jährlich neue Bildkollektionen kreiert. Einige davon wurden in den vergangenen Jahren mehrfach in Ausstellungen zum „Monat der Europäischen Fotografie“ in Italien präsentiert. 2013 stellte sich der Klub schließlich in der Fotogalerie am Helsingforser Platz zum 50-jährigen Klubjubiläum mit der 66. Ausstellung mit 100 Bildern einem großen Publikum vor.


Robert Máté

robert_bwSeine fotografische Laufbahn begann in Ungarn bei der Redaktion des Wirtschaftsmagazins „hvg“. Neben der Pressefotografie hat Robert Máté in den vergangenen 12 Jahren auch viele Events und politische Konferenzen fotografiert. Seit 2007 betreibt er go4foto, einen Fototouranbieter mit ausgefallenen Themen. In einer Zeit, in der jedes Geheimnis gelüftet zu sein scheint, Orte gerne auf bloße GPS-Daten reduziert werden, und das menschliche Auge ständig Unmengen an optischen Informationen verarbeiten muss, bietet die Fotografie noch Geheimnisse, Momente des Innehaltens und den Raum, den man mit seiner Vorstellungskraft noch selbst ausfüllen kann.


Christoph Kunst

christoph_bwGezeichnet hat er schon seit er denken kann. Früh kam auch die Begeisterung für Architektur, was Christoph Kunst dann auch unbedingt studieren musste. Zu diesem Zweck ist er dann nach Berlin gezogen. Während seines Architekturstudiums hat er schon gemerkt, das ihm die Darstellung mehr liegt als das Bauen an sich. Da er immer selbstständig arbeiten wollte und Architektur grade in Deutschland schwer umzusetzen ist, ist er wieder beim Stift gelandet, den er nie ganz aus den Augen verloren hatte. Nun ist er seit einigen Jahren als freischaffender Künstler und Illustrator in Berlin tätig. Christoph Kunst fotografiert im Zusammenhang mit seiner Arbeit, um es dann in seinen Illustrationen einfließen zu lassen. Als Vorlage und als Inspiration. Details sind ihm wichtig, teils wenn sie bewusst genau dargestellt sind, oder bewusst verändert werden.


Teresa Heilen

teresa_bwTeresa ist 27 Jahre alt, Lehramtsreferendarin, und kommt aus Berlin. Im letzten Jahr hat sie zum ersten Mal am Fotomarathon teilgenommen und den 2. Platz belegt. Sie hat in ihrer Reihe umzusetzen versucht, worin für sie die Idee des Fotomarathons besteht: eine Reise der Momentaufnahmen bei der die kleinen und großen Eigentümlichkeiten mit einem Augenzwinkern künstlerisch dargestellt werden. Zur Fotografie ist Teresa durch ihr Kunststudium gekommen und hat durch experimentelles Arbeiten in der Dunkelkammer und durch das Studium der Fotogeschichte ihre Liebe zu diesen Medien entdeckt. Als Jurymitglied freut sie sich auf die kreativen Ideen der Teilnehmer und die jeweilige Verbindung mit den photographischen Techniken.


Mustafah Abdulaziz

mustafa_bwEr ist ein amerikanischer Dokumentarfotograph, geboren in New York, der an einem Langzeitprojekt zum Thema „Wasser“ rund um den Globus arbeitet. Während Mustafah Abdulaziz für das Wall Street Journal als ihr erster Vertragsfotograph arbeitete, erkundete er die Haupt- und Nebenstraßen der USA in einem Projekt namens „Memory Loss“, das als ein erster Schritt seiner Richtung fort vom Fotojournalismus und hin zum dokumentarischen Erzählen verstanden werden kann. Seine Arbeiten wurden in der New York Times, Newsweek, Le Monde, The Guardian und anderswo veröffentlicht. Im Jahre 2012 wurde er als einer von PDN’s „30 Ermerging Photographers to Watcht“ ausgezeichnet, und eine erhielt eine weitere Auszeichnung als „Deeper Perspective Photographer of the Year“ bei den Lucie Awards. Er führt sein bisheriges 5 Jahresprojekt „Wasser“ mit Hilfe von Partnerschaften mit verschiedenen Organisationen, Non-Profits und NGOs fort.