9. Fotomarathon Berlin
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Rahmenthema: XY Ungelöst
Startpunkt: Bundespressestrand Bar, Mitte

1. Alibi
2. Besserwisser
3. Chaotisch
4. Detailarbeit
5. Entdecken
6. Falsche Fährten

Treffpunkt: Die Turnhalle, Friedrichshain

7. Gordische Knoten
8. Heiße Spur
9. Instinktiv
10. Joker
11. Konspirativ
12. Labyrinth

13. Mr X

Treffpunkt: Strandbar Yaam, Friedrichshain

14. Nacht und Nebel Aktion
15. Odyssee
16. Plan B
17. Querdenken
18. Rotlicht

Treffpunkt: Bar Heinz Minki, Kreuzberg

19. Sinnestäuschung
20. Tatort
21. Untergetaucht
22. Volltreffer
23. Wahn
24. Zufall

Endstation: Kulturzentrum Prenzlauer Berg.

Zum Downolad: 2008_08_Fotomarathon Themenzettel Thema „XY Ungelöst“ / Theme „XY Unresolved“

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 Sieger

1. Platz – Startnummer 220 – Jan Dahlgrün, Aurel Dahlgrün und Sylvan Dahlgrün
2. Platz – Startnummer 201 – Bastian Scheefe
3. Platz – Startnummer 237 – Sebastian Drawert
4. Platz – Startnummer 187 – Thomas Langenfeld und Anna Laura Feistner
5. Platz – Startnummer 159 – Alexander Janz & Nancy Buro
6. Platz – Startnummer 224 – Dominik Welland
7. Platz – Startnummer 219 – Clemens Langner
8. Platz – Startnummer 122 – Ulrike Block
9. Platz – Startnummer 250 – Anna Dabrowski
10. Platz – Startnummer 135 – Betina Skovro

Publikumspreis 2008: Startnummer 219 – Clemens Langner

Flickr Group Publikumpspreis 2008: Startnummer 201 – Bastian Scheefe[/tab_item] [tab_item title=“Jury“]

Jury

Oli Keinath, Fotograf. Gründer der „Hoffotografen“
Maxim Kuphal & Kathi Hamann, Sieger des 2007 Fotomarathons
Antje Forgó, Gründerin und Manager von „Licht und Linie“ Agentur für Grafik- und Webdesign
Lale Özdönmez, Grafikerin und Filmmontage Studentin[/tab_item] [tab_item title=“Preise“]

Preise

FLICKR ProAccounts für alle Teilnehmer sechs Monate lang und allen Siegern einen ProAccount für ein Jahr, von FLICKR
Fotografie- und Fotobearbeitungsseminar von Extreme Visual Media
10 Gutscheine im Wert von jeweils 50 Euro, von Onlineshop XXL Poster
Leica Kamera, von Meister Camera Berlin
Rundflug im Sportflugzeug über Berlin für zwei Personen im Wert von €300, von Bitburg Ingenieurtechnik
2 Gutscheine für Outdoor-Workshops für je 2 Personen  von go4foto
Produkt nach Wahl, von MOO
5 Halbjahresabos von FOTOTV.de.
5 Gutscheine von myphotobook
Gutscheine für 2 Digitalfotografie-Kurse: 1x Basiskurs und 1x Aufbaukurs, von online-fotoschule-berlin.de
großer Leinwanddruck eines Photos, von Eicie
Gutschein für High Quality Photo-Ausrüstung, von Hensel Studiotechnik
Fotoalben und Notizbücher von CIAK, von Lamero
Gutschein, von Der Berg ruft
Gutschein, von Tisch&Tafel[/tab_item] [tab_item title=“Partner“]

Partner

FLICKR
Extreme Visual Media
Poster XXL
Meister Camera – Leica Berlin
Bitburg Ingenieurinformatik
go4foto
MOO
FOTOTV.de
myphotobook
Online-fotoschule-berlin.de
Eicie
Hensel Studiotechnik
Lamero
Der Berg ruft
Tisch&Tafel[/tab_item] [tab_item title=“Team“]

Team

Lina Shushulova, Karsten Geise, Julia Günster, Tita Kaisari-Ernst, Jens Holzapfel, Andrea Gazzoni, Andrea Santoyo, Andrea Figari, [/tab_item] [tab_item title=“Nachlese“]

Nachlese: Ein Tag im Leben eines Fotomarathonisten

Mehr als 200 Berliner und auswärtige Besucher haben für Samstag, den 30.08. von Mittag bis Mitternacht ein wasserdichtes Alibi: mit ihrer angehefteten Startnummer waren sie von Hunderten von Zeugen in der Stadt als Teilnehmer des 9. Berliner Fotomarathons, für den der Startschuss diesmal am Bundespressestrand in Mitte fiel, klar zu identifizieren.

Auch wenn mancher Besserwisser behaupten mag, künstlerisches Schaffen folge einem logischen Prozess, stürzten sich viele Teilnehmer nach Erhalt des ersten (und bis dahin geheimen) Themenzettels erst einmal in ein chaotisches Brainstorming. Erst dann befassten sie sich mit der Detailarbeit, nämlich mit Hilfe des Stadtplans die besten Orte für ihre Fotos zu bestimmen und die Einzelthemen streng in der vorgegebenen Reihenfolge zu bearbeiten. Auch galt es das Rahmenthema im Auge zu behalten, das erst beim Start bekanntgegeben wurde.

Diese Aufgabe war gar nicht so einfach für Fotomarathonisten, die extra aus Belgien, Norwegen, dem Vereinigten Königreich, Italien und den Niederlanden angereist waren, denn sie mussten sowohl interessante Motive entdecken als auch sich in Berlin zurechtfinden. Selbst echte Berliner folgen manchmal falschen Fährten, wenn sie eine Szene für ein Thema aufnehmen, nur um später festzustellen, dass sie anderswo ein besseres Motiv verpasst haben. Doch die Reihenfolge ist gnadenlos einzuhalten! Also steht man einem Dilemma gegenüber, so schwierig zu lösen wie der gordische Knoten: Soll man der heißen Spur folgen und sich Berlin und seinen ungezählten Fotomotiven instinktiv hingeben, oder will man jedes Foto sorgfältig planen und szenisch umsetzen?

Als man sich dann um 15 Uhr an der Turnhalle in Friedrichshain zur ersten Station traf, hatten manche schon ein kleines Abenteuer hinter sich. Denn man soll nicht glauben, dass man hier Polizeiautos einfach so fotografieren darf! Aber nach den digitalen Regeln kann man jedes Bild einmal löschen und neu machen – so hat man immer einen Joker im Ärmel.

Bei der nächsten Station um 18 Uhr in der Strandbar Yaam am Spreeufer wirkten einige der Fotoathleten schon deutlich müder und befanden, die Organisatoren hätten sich konspirativ verbündet, um die Teilnehmer in ein Labyrinth aus 24 Themen zu schicken. Doch der Verdacht, ein mysteriöser Mr. X habe die schwierigsten Themen beigesteuert, hat sich nicht erhärtet! Wahr ist hingegen, dass sich das Team die Themen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ausgedacht und sie bis zur Ausgabe der Themenzettel im 3-Stunden-Rhythmus an den Stationen geheimgehalten hat. Schließlich wird durch das Überraschungsmoment die spontane Kreativität erst so richtig hervorgekitzelt. Denn wie bei einer Odyssee soll man Herausforderungen bravourös meistern, Untiefen intelligent umschiffen, Durststrecken tapfer überstehen und trotzdem eine Menge Spaß haben, um die 12 Stunden durchzuhalten.

Für diejenigen, die nicht in den Berliner Straßen nach Motiven suchen wollten, gab es immer noch Plan B. Nicht wenige Teilnehmer inszenieren Fotos bei sich zu Hause und posieren als Hauptdarsteller ihrer Bildgeschichte. Andere möchten lieber querdenken und bitten Passanten mitzumachen, oder sie wählen ungewöhnliche Standpunkte, um ganz normale Dinge darzustellen – indem sie sie in Rotlicht tauchen oder mit digitalen Effekten in eine Sinnestäuschung verwandeln. Als die Fotomarathonisten um 21 Uhr im Kreuzberger Heinz Minki erneut zusammenkamen, war allen klar, dass es in Berlin viele dunkle Ecken gibt, die sich perfekt als Tatort eignen.

Zum Ende des Tages fanden sich rund 200 erschöpfte, aber zufriedene Zieleinläufer am letzten Treffpunkt im Kulturzentrum Danziger 50 ein – oder waren mittlerweile einige untergetaucht? Bestimmt jeder war sich aber sicher, dass mindestens eines seiner 24 Fotos vom Tag ein Volltreffer ist. Schon deshalb ist der alljährliche Fotomarathon für nicht wenige zu einem Wahn geworden, und ihre Teilnahme ist kein Zufall. Manche sind schon zum vierten oder gar neunten Mal dabei, und wieder andere reisten aus großer Entfernung eigens für diesen Tag an.

Damit hat sich erneut bestätigt: der Berliner Fotomarathon ist der Fotowettbewerb unter verschärften Bedingungen. Aber Fotomarathonisten stellen sich dieser Herausforderung gern einmal im Jahr, denn schließlich werden bei der Ausstellung alle Fotos gezeigt, und für die besten 11 Serien winken tolle Preise. Berlin hat sich mit seinen Farben, seinen Klängen und seiner Atmosphäre wieder als perfekte Kulisse für den Fotomarathon erwiesen, der sich nach 9 Jahren eine treue und begeisterte Anhängerschaft erarbeitet hat, angetrieben von einem nicht weniger enthusiastischen ehrenamtlichen Organisationsteam.[/tab_item] [tab_item title=“Ausstellung“]

Ausstellung

Die Ausstellung fand am Ludwig Löwe Höfe im Moabit statt. RBB war auch dabei. Der Produzent von XY Ungelöst ist extra nach Berlin eingereist, um den Siegern die Hauptpreise zu überreichen[/tab_item] [/fusion_old_tab]