Fotomarathon Berlin kooperiert mit der Bundesstiftung Aufarbeitung

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20 Jahre Fotomarathon Berlin! In diesem Jahr wird Erinnerung von uns groß geschrieben. Der Jubiläums-Fotomarathon wird historische Ereignisse ins Gedächtnis rufen, die in besonderem Bezug zur Stadt stehen. Der 20. Berliner Fotomarathon am 16. Juni wird gefördert durch die Bundesstiftung für Aufarbeitung, mit der wir das Generalthema wie auch die Einzelthemen des Wettbewerbs entwickelt haben.

Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, APO-Bild-68_0821_POL_CSSR-Demo_02

Berlin war Brennpunkt im Kalten Krieg, der nach 1945 nicht nur die Welt, sondern auch die Stadt in zwei Hälften teilte. Am Anfang dieser Entwicklung stand die Blockade West-Berlins durch die Sowjets, auf die der Westen vor 70 Jahren mit der Luftbrücke antwortete. Es war das erste Kräftemessen der Supermächte.

Der Eiserne Vorhang zwischen Ost und West blieb in Berlin zunächst durchlässig. Fast drei Millionen Ostdeutsche flüchteten hier in die Freiheit. 1961 mauerte sich die SED-Diktatur ein. West-Berlin wurde zur Insel, auf der Frontstadtgeist ebenso gedieh wie die Studentenbewegung, für die die Chiffre 68 steht. Das Aufbegehren der Jugend mündete in einen Marsch durch die Institutionen, der West-Berlin und die alte Bundesrepublik veränderte.

Osterunruhen nach Anschlag auf Dutschke

Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus-Mehner, APO-Bild-68_0412_POL_OsterDemo_12

In der DDR unterdrückte die SED-Diktatur alle Formen der gesellschaftlichen Erneuerung von unten. Als die Grenze von West nach Ost in den 1970er Jahren durchlässiger wurde, verloren die Feindbilder des Kalten Krieges an Kraft. 

Der Entspannungsprozess schuf den Rahmen für eine kleine DDR-Oppositionsbewegung. Als 1989 die Ostdeutschen ihren Unmut auf die Straße trugen, gaben Bürgerrechtler diesem Protest Stimme und Richtung. Die Friedliche Revolution beendete die kommunistische Diktatur in der DDR und bereitete den Weg zur Wiedervereinigung der Stadt und des ganzen Landes.

 

Der Fotomarathon Berlin freut sich sehr über die Zusammenarbeit mit der Stiftung Aufarbeitung. Die Stiftung unterstützt den Fotomarathon Berlin in vielfältiger Weise: z.B. bei der Location- und Sponsorensuche, bei der Organisation einer umfangreichen Ausstellung der Siegerbilder, auch ein Buchprojekt ist geplant. Alle Teilnehmerbilder des Fotomarathon 2018 werden ins Archiv der Bundesstiftung aufgenommen und potenziell für Bildungszwecke eingesetzt.